Privatpilotenlounge #149

Privatpilotenlounge #149

Transkript

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00:00:01: Heute geht es um eine Geschichte, die fast so wirkt als stammt sie aus einer anderen Epoche der allgemeinen Luftfahrt.

00:00:07: Im Mittelpunkt steht Horst Althaus aus Hagen den vielen nur als Flieger Horstkanten.

00:00:13: Am Anfang steht eine Frage, die so radikal ist dass sie beinahe absurd klingt Kann ein Mensch einen Flug antreten, der über Nord-, Mittel- und Südamerika führt in einer Bonny mit gerade einmal zwei Dollar Bargeld in der Tasche ohne Kreditkarten Aber mit einem unerschütterlichen Vertrauen in die eigene Person.

00:00:32: Mit dem festen Glauben, dass sich unterwegs jedes Problem lösen lässt wenn man nur bereit ist jede Arbeit anzunehmen die sich bietet um damit den eigenen Lebensunterhalt und das nötige Geld für Flugbenzin zu verdienen?

00:00:46: Genau darum geht es hier.

00:00:47: Es ist der Blick zurück auf eine Zeit in der fliegerische Freiheit aus heutiger Perspektive noch viel größer direkter und umgezügelter Wirkte als man sie sich heute vorstellen kann.

00:00:58: In dieser Folge wird Flieger Horst über einzelne Episoden aus seiner achtundzwanzig Jahre dauernd Weltreise durch forty-eight Länder vorgestellt.

00:01:05: Die Grundlage dafür ist sein Buch, machen und nicht labern.

00:01:09: Gedruckt ist dieses Buch inzwischen nicht mehr im normalen Handel erhältlich und selbst in Antiquariaten nur noch sehr selten zu finden.

00:01:17: aber auch für diesen Umstand hatte Fliege Horst eine Lösung vorbereitet und darauf komme ich dann am Ende nochmal zu sprechen.

00:01:32: Moin und herzlich willkommen hier bei uns in der Privat-Piloten-Lounge zu einer neuen Folge.

00:01:38: Wir springen direkt ins Jahr twohundundzehnundachzig.

00:01:41: Zu diesem Zeitpunkt hatte Flieger Horst bereits mehr als tausend Flugstunden gesammelt, angefangen hat er alles auf ner gebrauchten Cessna zweihundertzehn.

00:01:49: Danach folgte nach einer schöpferischen Pause das Fliegen mit praktisch allen einmotorigen Cessna-Mustern bis hin zur zweimotorigen Beachcraft Baron.

00:01:57: Diese Maschine kaufte er in Deutschland und überführte sie in die USA, dort gründete er dann eine Flugschule für deutschsprachige Absolventen.

00:02:05: doch dieses Vorhaben endete im finanziellen Zusammenbruch.

00:02:10: Die Baron musste verkauft werden.

00:02:12: Nur herrschte in den USA damals gerade wirtschaftliche Pflaute, also traf Horst die Entscheidung des Flugzeug weiter südlich anzubieten.

00:02:19: Empfehlungen führten ihn zunächst nach Mexiko, dort fand sich aber leider kein Käufer.

00:02:23: danach ging es weiter nach Nicaragua dann nach Panama, Kolumbien und Venezuela Aber leider verliefen alle Verkaufsversuche auch dort komplett ergebnislos.

00:02:34: Eine weitere telefonische Empfehlung brachte ihn dann schließlich dazu nach Guyana aufzubrechen und von dort führte ihm dann seine, ja man kann schon sagen ODC mit Zwischenstopp in Surinam weiter nach Brasilien.

00:02:53: Schwedisches Design in Carbon und Titan, Präzision und Kraft neu definiert.

00:03:00: Außer gewöhnliche Leistung!

00:03:03: In jeder Fluglage Blackwing BW-六fünfzig erleben Sie Freiheit auf einem neuen Level.

00:03:12: In Rio de Janeiro ergab sich dann die Aussicht auf einen ernsthaften Käufer in Ascunjon, in Paraguay.

00:03:23: Dieser interessant galt es auf finanzkräftig und zeigt auch starkes Kaufinteresse an dem Flieger.

00:03:29: Der Start zu diesem Flug erfolgte wie alle seine Flüge bis dahin natürlich unter Vorfär.

00:03:34: Ungefähr auf der halben Strecke musste Horst dann eine Schlechtwetterfront unterfliegen, die Untergrenzen die lagen bei ca.

00:03:41: zweitausend Fuß und weil er sein Reisebudget nicht noch stärker belasten wollte hatte er zwei Mitreisende mit an Bord genommen.

00:03:48: also ging es dann in Fünfzehnhundert Fuß über ein endlos wirkendes grünes Dach aus Dschungel.

00:03:53: Unter ihm dichter geschlossener Urwald ohne sichtbare Besiedlung, ohne Straßen, ohne jede realistische Möglichkeit für eine sichere Notlandung.

00:04:03: Und dann kommt dieser Moment den wir Piloten wirklich scheuen wie der Teufel des Weihwasser.

00:04:08: Der linke Motor fing an zu spucken die Instrumente blieben zunächst alle im grünen Bereich und nach kurzer Zeit lief der Motor wieder normal.

00:04:15: Doch die Erholung hielt leider nicht lange an.

00:04:18: Er hustete erneut, lief unrund und drei Minuten später stellte der Motor seinen Dienst komplett ein.

00:04:24: Das zuschalten der Zusatzpumpe für Kraftstoffversorgung neue Startversuche alles ohne Wirkung In Hoskopf schossen natürlich jetzt in dem Moment unzählige Gedanken durcheinander.

00:04:34: was wenn nun auch der zweite Motor ausfällt?

00:04:36: eine Notlandung oben auf dem tropischen Urwald?

00:04:38: der endet in der Regel immer tödlich.

00:04:41: Und selbst wenn man sie überlebt und den Boden einigermaßen unversehrt erreichen könnte, dann bliebe immer noch offen was einen dort erwartet und wann überhaupt jemand die Stelle finden könnte.

00:04:52: Dazu kommt natürlich jetzt auch noch die Verantwortung für zwei weitere Menschen an Bord.

00:04:56: Und dann sah Horst einen Fluss so ungefähr drei Kilometer breit, nach der Karte die er mitführte musste es der Iguazu sein.

00:05:03: Also folgte er dem Flusslauf entdeckte drei Inseln im Wasser und in ihrer Nähe lagen auch zwei bemannte Fischerbote.

00:05:09: Nach kurzer Überlegung ob er jetzt weiterfliegen sollte?

00:05:12: Mit dem Risiko das vielleicht kurz vor der regulären Landung noch der zweite Motor ausfällt oder ob er besser sofort in den flachen Gewässer eine Notlandung versuchte entschied er sich für die Wasseralandung.

00:05:23: Er brief seine Fluggäste flog eine Platzrunde und setzte dann die Maschine in der Nähe einer der Inseln mit eingefahrenem Fahrwerk auf das flache Wasser auf.

00:05:32: Ein Propeller wirkte dabei wie ein Anker, die Baron drehte sich in die Strömung des Flusses, ihr und seine beiden Gäste standen bereits auf der Tragfläche.

00:05:41: während Horst die wichtigsten Dinge aus dem Cockpit und dem Flugzeugholte Dokumente, Papiere, persönliche Gegenstände und die Fischer zunächst eher ein bisschen verblüfft, die erwiesen sich tatsächlich.

00:05:52: als es reicht ging auch dieses Abenteuer von Flieger Horst mehr oder weniger glimpflich aus.

00:05:58: Mit viel Geduld und einem erheblichen Papieraufwand schaffte es Horst dann sogar noch später die deutsche Versicherung zur Zahlung zu bewegen, damit war die Baron Geschichte.

00:06:09: Horst zahlte seine Kredite zurück, erkaufte sich dann von dem letzten Geld das ihm blieb.

00:06:14: ein Camper begann dann hart zu sparen.

00:06:17: Er hat jede Arbeit genommen, die sich ihm bot Aber der Wunsch, seine Weltreise weiter mit einem Flugzeug vorzusetzen blieb ungebrochen.

00:06:26: Aus diesem Wunsch heraus entstand dann der nächste Schritt.

00:06:30: Horst kam auf die Idee sein Wohnmobil zu verkaufen und mit dem Erlös ein anderes Flugzeug zu kaufen und mit restlichen Geld ganz ohne Fremdkapital, ganz ohne Sponsoren sein eigenes Ziel zu verfüglichen.

00:06:43: Die Kosten des Fliegens und seinen Lebensunterhalt wollte er sich von Ort zu Ort dann durch Arbeit in den jeweiligen Ländern verdienen, die er anfliegen wollte.

00:06:53: Er und wie so oft bei ihm blieb es nicht nur bei einer Idee ersetzte sie natürlich auch um.

00:06:59: Er tauschte sein Motorhome gegen eine Beach Pondanza-Fünfundreißig R aus dem Jahr nineteenhundertenundfünfzig – das war noch einer jener berühmt berüchtigten V-Tail Bonnys.

00:07:10: Am dritten September war es dann tatsächlich soweit nach viel Eigenleistung und mithilfe einer Werft, die als ausgesprochen Geldgierig beschrieben wird.

00:07:19: Stand dann die Bonnie November auf der Runway.

00:07:26: Maschinen war vollgetankt, hundertzwanzig Galonen Kraftstoff an Bord, einschließlich sechzig galonen Reserve im Zusatztank.

00:07:32: An Bord befanden sich Lebensmittel für zwei Wochen und durch den Ausbau der hinteren Sitze hatte Horst ein festes Bett eingebaut.

00:07:40: War also unterwegs in seinem eigenen Bonanza Inn Hotel wie er es nannte – da er jetzt eigentlich nur noch zwei Dollar in der Tasche hatte.

00:07:48: Das hat ihn überhaupt nicht gestört.

00:07:50: Er war überzeugt schon unterwegs, irgendwo Arbeit zu finden damit er die Tanks wieder füllen konnte.

00:07:55: Der Staat verlief ohne Probleme und wie er sich das vorgenommen hatte funktionierte auch der Restarbeitfinden-Afgasorganisieren weiterkommen Punkt!

00:08:02: Nach zahlreichen Stationen in den USA fühlte ihn dann seinen Weg erneut nach Mexiko.

00:08:09: Außerdem, und das finde ich persönlich sehr spannend gelang ihm sogar in Kuba eine Landung und das land anschließend auch wieder unbeschadet zu verlassen.

00:08:20: Aber lassen wir doch Fliegerhorst einmal selbst zu Wort kommen!

00:08:25: VFR von Santalutian nach Granada.

00:08:29: Das Wetter erlaubte mir im Zehntausend Fuß zu fliegen und ich konnte mir somit zum ersten Mal ein Gesamtbild vom Karibischen Inseln machen.

00:08:37: Es sah aus, als ob man von einer Insel zu anderen hätte springen können und es schien unbegreiflich dass diese Distanzen mich das fürchten gelehrt hatten.

00:08:45: Ich spürte ein erhabenes Gefühl wenn ich an das vergangene dachte.

00:08:48: Von der Navigation her konnte man überhaupt nichts verkehrt machen Man brauchte doch nur die Inseln zu zählen.

00:08:53: Da hinten liegt Jamaika.

00:08:55: Nein, das ist Puerto Rico Moment.

00:08:57: Das könnte auch die Dominikanische sein!

00:08:59: Ist ja auch egal.

00:09:00: vor dir liegt Grenada und ich holte mir aus meiner gültigen VfR Flugkarte die Frequency heraus.

00:09:06: Es kam aber kein Funk-Kontakt zustande.

00:09:08: beim zweiten Versuch gab es ebenfalls keine Antwort über die Funkstelle.

00:09:11: etwas verwundert nahm ich mir mein Schlausbüchlein zu Hilfe was diese Frequency aufhieß.

00:09:17: Mir kam das ganze sehr merkwürdig vor wodurch mir die damaligen Fernsehreportagen über die Grenada-Invasion der USA und die Ansprache des amerikanischen Präsidenten, der sich übrigens handschriftlich in meinem Gästbuch verewigt hatte.

00:09:31: Wir haben den Frieden in Grenada wiederhergestellt – in Erinnerung gerufen wurde!

00:09:36: Da werden doch wohl keine Probleme übrig geblieben sein?

00:09:39: Darauf hätten mich die volldisziplinierten nachgemachten Engländer auf Santa Lucia auch aufmerksam gemacht.

00:09:44: Jeder Versuch Kontakt zu bekommen war vergeblich.

00:09:47: ich vermutete dass dort sicher nicht viel los wäre und der Controller bestimmt mit seinem Vogel im Käfig spazieren ging.

00:09:53: Die Insel lag nun unter mir, und ich flog direkt wie auf der Karte ausgelegt auf den internationalen Airport zu.

00:09:59: Kurze Zeit später war ich genau über dem Airport aber es herrschte immer noch Funkstille.

00:10:03: Je tiefer ich mich über dem airport herunterschraubte umso deutlich erzeichnete sich die Stille des Airports ab.

00:10:09: Eine zweimotorige Spornradmaschine blockierte zwei Drittel der Runway Länge.

00:10:14: Den Rest der runway teilten sich Kühe und Ziegen.

00:10:17: Das ist nicht Grenada International, du hast dich verflogen.

00:10:20: Was soll das denn hier sein?

00:10:22: Aber es stimmt doch alles die Flugzeit!

00:10:24: Die Struktur der Insel und der Flugplatz war da wo ich ihn erwartete.

00:10:28: Los runter und dann werden wir schon sehen.

00:10:30: Drei T-Flüge waren nötig um die Viecher von der Rangwee zu scheuchen, wobei mich jedes Mal den Anblick des Terminals und des Vorfeldes an eine Geisterstadt erinnerte.

00:10:39: Wie bei einem Wildwechsel über eine Autostraße kreuzten die verschreckten Viechen.

00:10:42: nach jedem Tee flugt die Runway, um sich wieder zum Rudel zu vereinigen.

00:10:45: Es gelang mir schließlich eine Punktlandung mit bei voll ausgefahrenen Klappen zu setzen ohne mit den Tieren zu kollidieren.

00:10:52: Ganz vorsichtig rollte ich zur mit Unkraut überwucherten Vorfeldrasen.

00:10:56: Es sah wirklich aus wie in einer verlassenen Geisterstadt.

00:10:59: Die Türen vom Terminal von den angrenzenden Gebäuden schlugen im Wind auf und zu Aus den Fenstern flatterten die Fetzen der Gardinen Und kein Namensschild gab mir Auskunft darüber, wo ich mich wirklich befand.

00:11:10: Mit der Flugkarte in der Hand die Augen von einem Gebäude zum anderen schweifend lassen bewegte ich mich langsam auf das etwa fünfzig Meter vor mir liegende Terminal zu.

00:11:18: Jedes Mal wenn mein Blick zum anderen Gebäuden wechselte sah ich einen Kopf hinter Tür oder Fenster haben verschwinden.

00:11:25: Ich wurde also beobachtet und rief nun abwechselnd Hallo ist hier jemand?

00:11:30: Ist es hier Grenada?

00:11:32: Zögant kam erst zwei, dann mehr und mehr Schwarze Menschen zum Vorschein.

00:11:36: Sie gingen ein Meter auf mich zublieben stehen und sagten nur mit wirklich engstlicher Stimme Wir sind ein friedliches Volk!

00:11:46: Ich bin ein friedlicher deutscher Sportpilot gab ich zur Antwort Und ging Zigaretten verteilend auf sie zu.

00:11:52: Das löste die Unsicherheit mir gegenüber und sie wurden gesprächig.

00:11:55: Ist das hier Grenada?

00:11:57: Ja ja...das ist hier Grenade.

00:11:59: Sie hatten mich durch meine Flugmanöver für einen Fahrtfinder gehalten, dem jetzt die große kubanische Luftlande-Invasion folgte und hatten einfach Angst vor einer zweiten militärischen Auseinandersetzung.

00:12:09: Meine Flugmanøver waren auch der polizeiliche Entgang, die jetzt eintraf und rücksichtslos die Unterhaltung, die gerade interessant zu werden begann unter Brach.

00:12:19: Unverzüglich musste ich in den Jeep einsteigen und wir fuhren durch die Wildnis des Regenwaldes zu einem Polizeiposten in ein Dorf mit etwa zehn Häusern.

00:12:27: Jeder Versuch von mir ins Gespräch zu kommen, wurde mit ernstem Schweigen beantwortet.

00:12:31: Die erste Vernehmung machte ein freundlicher Beamter dessen Fragestellungen so ausgelegt war dass ich nur mit Ja oder Nein antworten konnte.

00:12:41: Das entsprach nun gar nicht meiner natürlichen Veranlagung und ich versuchte immer wieder seine Fragerei zu unterbrechen indem mich einfach die Geschichte so erzählen wollte wie sie sich abgespielt hatte.

00:12:52: Er gab mir jedoch keine Chance.

00:12:54: Der Gipfel war, dass ich nach fünfundvierzig Minuten Vernehmung meine Papiere zeigen sollte.

00:12:59: Jetzt die sind im Flugzeug!

00:13:00: Ich musste doch sofort einsteigen, gab' ich den Beamten zu verstehen.

00:13:04: In aller Ruhe fuhren wir zu dem Geister Airport zurück um die Papiere zu holen.

00:13:08: Ein Vorteil, so dachte ich hatte diese Fahrerei ja doch – ich wäre ohne den Polizei Jeep nie in dieser abgelegene Gegend von Grenada gekommen und nahm auch mal eine Kamera mit.

00:13:17: Als ich aber die faszinierende Landschaft fotografieren wollte, nahm man mir wieder schweigend die Kamera ab.

00:13:22: Die Männer verzogen nicht eine Mine über meine Komplimente zu der wunderbaren Landschaft.

00:13:26: In der Zwischenzeit wartete ein Spezialtrupp mit Hund auf unsere Rückkehr.

00:13:30: Sofort gingen mir Herrera, La Romana und San Juan durch den Kopf und ich musste wohl einen nervösen Eindruck auf den Fahndungsbamten gemacht haben.

00:13:39: Kennen Sie die Herren oder den Hund?

00:13:41: fragte mich einer der Beamten.

00:13:43: Nein!

00:13:43: Aber der Hund beißt nicht,

00:13:44: oder?!

00:13:45: Das Kreuzverhör dauerte nur eine Dreiviertelstunde, aber dann ging es zum Airport und die Maschine wurde von dem deutschen Schäferhund durchschnuppert.

00:13:52: Nachdem auch diese gründliche Durchsuchung durch den Hund keine Belastungen gegen mich erbrachte, wurde die bis dahin so Wortkagenbeamten gesprächiger und ich konnte mich nun über den ganzen Ablauf der kubanischen Beziehungen zu Grenada und die anschließende Militärinvasionen der Amerikaner aus bester Quelle informieren.

00:14:08: Es war mehr als aufschlussreich wobei mich mehr die Airport-Verwechslung interessierte als die schmutzigen politischen Aktivitäten auf dieser herrlichen Insel.

00:14:17: Die auf meiner Flugkarte deklarierte private Mickey Maus Landebahn Point Salinas war, nachdem der sozialistisch denkende Grenada-Govaneur bei den westlichen Mächten kein Kredite zum Ausbau des Airpods bekommen hatte von Fidel Castro sportbällig zu einem supermodernen und für Jumbus ausgelegten Airport ausgebaut worden.

00:14:36: Diese Entwicklung passte den Amerikanern überhaupt nicht und plötzlich war der Gouverneur von Unbekannten ermordet worden was nun zum Schutz der handvoll amerikanischen Touristen eine Militärinvasion rechtfertigte.

00:14:48: Die restlichen kleinen Bauarbeiten zur Vollendung des Flughafens machten die Amerikaner umsonst Mitlings.

00:14:55: Wenn die Amerikana um Hilfe gerufen hatte, ist mass klärt aber die Bronzebüste des ermordeten Gouverneurs spricht zu aller Grenada noch heute im Terminal.

00:15:03: Der Apportwechsel war bei meiner Vorwärflugharte nicht erfolgt und für mich damit gültig.

00:15:09: Spätere Änderungen werden in einem Notem bekannt gegeben das mir aber in Santa Lucia nicht vorgelegt wurde oder ich hatte es nicht gelesen.

00:15:16: Die Herren der Aeronautical warteten schon informiert nach meiner Landung auf Ponsalinas und ließen mich so richtig vor die Wand laufen.

00:15:24: Die erste Frage, haben Sie schon mal was von einem Notem gehört?

00:15:29: Machte mich zwar etwas unsicher aber die unhöfliche Art mit der man mir die Frage stellte... Der Fragende sah mich nämlich nicht an sondern an mir vorbei in die Gegend verärgerte mich und ich verdrängte die anfängliche Unsicherheit mitschweigen.

00:15:42: Ich hatte sie was gefragt Sir.

00:15:43: Als Gast ihrer Robinson Crusoe Insel lauschte ich nur den Trommeln und das dreistündige Verhör ihrer Piratenpolizei dauerte lange genug, und ich bin clean.

00:15:52: Übrigens ist das hier die erste Insel auf der ich keinen Begrüßungstrunk bekommen habe.

00:15:58: Natürlich hatte ich mir durch diese Reaktion die Übernachtungen in meinem Bonanza im Hotel verschärzt aber ich konnte erhobenen Hauptes das Taxirufen und etwas provozierend als Fahrziel Bananen in Hotel angeben.

00:16:10: Danach geht die Reise weiter und sie bleibt nicht weniger schwierig.

00:16:14: In Kolumbien wird Horst wegen einer fehlenden Einfluggenehmigung festgesetzt, dazu kommen technische Probleme in der Beach.

00:16:22: Zeitweise fallen beide VoA-Geräte aus.

00:16:25: auch das ADF arbeitet nicht mehr.

00:16:27: selbst dass Funkgerät macht Schwierigkeiten.

00:16:29: trotzdem erreicht Horst immer wieder irgendeinen Flugplatz auch wenn es nicht zwingt.

00:16:35: derjenige ist zu dem er ursprünglich wollte.

00:16:37: Er fliegt mit Stoppuhr Mit veralteten Sichtflugkarten, mit Handskitzen.

00:16:42: und genau aus dieser Mischung Aus Improvisation, Zähigkeit und Fliegerischen Instinkt entsteht die nächste Episode.

00:16:49: Für den entgangenen Eigenverdienst der administrativen Truppe am Lima Airport wurde mir nun als Rache eine schleppende Ausgangsabfertigung präsentiert.

00:16:57: Nicht genug damit dass man mich durch alle Büros zweimal schleueste.

00:17:01: Die VFR-Konditionen reichten plötzlich für einen Takeoff vom internationalen Airport auch nicht mehr aus.

00:17:08: Wir haben doch über fünf Meilen Flugsicht.

00:17:10: Gab ich den Leuten in einem wirklich noch ruhigen Ton zu verstehen?

00:17:13: Nein, es sind nur vier.

00:17:14: Komma Fünf Meilen!

00:17:16: Wenn das so ist dann mache ich eben einen Touch-and-Go im Kulik und gehe auf Kurs.

00:17:20: Von Kulig aus können sie nicht auf einen internationalen Flug gehen Aber so gute Sicht wie wir sie heute haben sind doch für Lima wirklich eine Ausnahme.

00:17:28: Es kann auch nur schlechter werden.

00:17:30: Es liegen noch sechs Flugstunden bis Arica in Chile vor mir Und ich will nicht in die Berge gegen der Zeit fliegen.

00:17:35: Bedauere, aber wir können nicht gegen die Regulationen verstoßen.

00:17:39: Es war einfach nicht möglich mich durchzusetzen.

00:17:41: um nicht zu explodieren rauchte ich mir vor der Tür eine Zigarette und versuchte es im zweiten Anlauf Hier nehmen sie die zwanzig Dollar und setzen Sie den Stempel auf den Flugplan Aber sagen Sie nichts Ihren Kollegen sonst verdoppelt sich die Stückzahl der Zwanzig-Dollar-Stempel.

00:17:56: Okay!

00:17:56: Sie müssen dreißig nautische Meilen aufs Meer rausfliegen, aber sie dürfen auch Nichts sagen!

00:18:01: Kein Problem... Es war zwölf Uhr als die Monanza abhob.

00:18:05: Um achtzehn Uhr ist Sunset und sechs Stunden brauche ich bis Arica, zu dem ersten Flugplatz in Chile.

00:18:10: Das ist doch alles schon wieder shh... das kommt gar nicht infrage jetzt noch sechzig malen umwegzumachen!

00:18:16: Und ich trete nach fünf Malen auf Kurs.

00:18:18: Am meisten ärgerte mich, dass durch die Schikane der Überflug der NASA-Linie infrage gestellt war.

00:18:23: Das gute Wetter und der günstige Rückenwind brachten mich aber schnell wieder in gute Laune und ließen selbst die Wüstenlandschaft zum Fotografieren schön werden.

00:18:31: Nach der Skizze, die mir Alain angefertigt hatte, müsste da unten Iga sein – und dann nach zwanzig Minuten Nazca kommen!

00:18:39: Die Zeitangaben von Alain stimmten, aber von den riesigen mysteriösen Scharlinien von Tieren und einer Runway die man nur aus der Luft sehen könnte war nichts zu sehen.

00:18:48: So kostbar jede Flugminute auch war, aber das wollte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen und fing nun an im Zickzackflug von den Kahlenbergen bis hin zur Küste und wieder zurück die Linie zu suchen.

00:19:02: waren sie auf dem Film verewigt.

00:19:04: Wer hat schon solche Bilder machen können, sprach ich zu mir selbst und erlebte nochmals die Freude über die geschenkte Kamera.

00:19:11: Jetzt aber nichts wie schnell zurück auf Kurs.

00:19:14: Ob das Suchen doch länger gedauert oder der Rückenwind nachgelassen hatte weiß ich nicht.

00:19:17: Auf jeden Fall flog ich mit der Zeit um die Wette Und die Dämmerung hatte mich in Ilow etwa dreißig Flug Minuten vor Arika überfallen.

00:19:25: Es musste jetzt ganz schnell die Entscheidung getroffen werden ob ich durch die tiefschwarze Nacht zur befeuerten Runway nach Arika weiterfliegen oder die private, unbefestigte Piste hier in Ilow suchen ohne einfach schnell – bevor es ganz dunkel war – auf der Straße landen sollte.

00:19:40: Aber die Dunkelheit war schneller als mein Denken und ließ eine Straßenlandung schon gar nicht mehr zu.

00:19:46: Obwohl das Kreuz des Süden strahlte konnte man das Meer von der Wüstenlandschaft und die Wiederum von den Kalen Bergen nicht mehr unterscheiden.

00:19:53: Nur die sperrlichen Lichter dieser kleinen Stadt gaben etwas Orientierung über die ich verzweifelt hilfesuchend kreiste.

00:19:59: Es war Der kleine Funkenhoffnung im Hinterkopf, dass durch mein ständiges Kreisen vielleicht doch einige Leute sich Gedanken machten ob das Flugzeug da oben wohl die Landebahn suchte und eventuell mit Lichtzeichen eine Hilfungsstellung geben könnten.

00:20:13: Etwa eine Meile östlich vom Zentrum war ein Lichterkomplex der mir den Eindruck einer Industrieanlage gab und ich vermutete dort wie schon zuvor in fast allen Ländern an abgelegenen Industrie-Anlagen gesehen hatte – Die Piste von ILO.

00:20:28: Zwei rote Warenblinker auf den Schornsteinen machten mich sicher, dass nur hier in der Nähe die Landebahn liegen müsste und ich kurfte noch tiefer über diesem Komplex.

00:20:37: Wie schon öfters in ähnlichen Situationen ließ sich mir meine ganze Flug- und über hundert Stunden Nachtflugerfahrung wie einen Film durch den Kopf laufen.

00:20:46: Der Wind kommt zags über vom Meer, also müsste auch die Landebahn in dieser Richtung ausgelegt sein.

00:20:52: Wenn sich bei einer Flugvorbereitung herausstellt dass der Destination-Flugplatz vor Sonnenuntergang nicht erreicht werden kann, tritt man so einen voll idiotischen Leichtsensflug ja es gar nicht erst an!

00:21:04: Aber unter besonderen Umständen kommt man eben in Situationen in denen für Jammern hätte oder wäre ich doch lieber kein Platz ist... Da gibt's nur eins… Ruhe bewahren Vertrauen zu sich selbst haben und die selbst gekochte Suppe auslöffeln.

00:21:19: Dass immer extra nötige bisschen Glück kommt dann auch oder es kommt nicht!

00:21:23: Auf dem Zickzackflug... Südwest Nordostrichtung, wie die Scharlinien von NASCAR suchend, fiel mir das Blinken von weißen Lichtern auf.

00:21:31: Durch mehrmaligen Überflüge konnte ich mich vergewissern dass die sechs Lampen links, dann ca.

00:21:36: zwanzig Meter Dunkelheit und dann sechs Lampeden rechts nur die Scheinwerfer von Autos sein konnten, die mit den Anfang der Landepiste signalisierten.

00:21:43: Fünf über Flüge mit simulierten Landungen waren nötig bevor ich mich zur endgültigen Landung entscheiden konnte.

00:21:49: Mit größter Konzentration – wie das selbstverständlichste wurde es auf der Schotterpiste eine weiche kurze Landung.

00:21:56: Die Besitzer dieser Luxusautos waren ausschließlich nordamerikanische Angestellte der Kupfermine, zu der diese Landepiste gehörte von den zwei selbst Piloten waren die schon nach ein paar Minuten meiner Kurvenfliegerei wussten dass der Flieger da oben etwas zum landen suchte.

00:22:11: Das für mich so nervenkitzelnde Landemanöver sowie der kurz zusammengefasste Bericht meines Weltfluges imponierten diesen amerikanischen Gastarbeiter überhaupt.

00:22:21: Vielmehr waren sie darauf bedacht, mich vor der Polizei zu schützen.

00:22:24: Ihr könnt euch besser aus als ich und ich nehme eure Hilfe gerne an!

00:22:27: Aber fahrt mich bitte jetzt zum Telefon um mein Flugplan zu känseln.

00:22:31: Bis zum Eintreffen der Polizei nach über einer Stunde war ich bestens von den Amerikanern aufgeklärt worden.

00:22:37: Denn in diesem Grenz- und Militärsperrgebiet waren schon viele Menschen ohne Verhör für Tage im Bunker eingekehrgert.

00:22:44: Nach Aufnahme des üblichen Steckbrief-Fotos sollte nun das Protokoll geschrieben werden und ich meldete, wie von den Amerikanern empfohlen meinen Hunger an.

00:22:53: Die Auswahl des Restaurants überließ ich ebenfalls wie empfohl selbstverständlich den zwei Vernehmungsoffizieren.

00:23:00: Noch während des Ganadinners hatten wir uns geeinigt dass das Protokoll auch morgen früh noch geschrieben werden könnte und ich durfte durch die Interlegung der peruanischen Flugpermission des Reisepasses Fotoapparats Maschinen Schlüssel und der von Alain angefertigten Flugskizze in der Bonanza schlafen.

00:23:18: Wie verabredet, holten mich meine zwei Polizeifreunde pünktlich in ihrem zwanzig Jahre alten Chevrolet, der auf der drei Kilometer Fahrt zweimal Kühlwasser auftanken musste – morgens ab!

00:23:29: Nach meiner Morgentoilette saßen wir uns nun wieder schweigend gegenüber und das zweite unbeschriebene Blatt landete wie schon das erste im Papierkorb.

00:23:38: Warum gehen wir nicht erstmal zusammen Frustücken?

00:23:41: Unterbrach ich das Schweigen.

00:23:42: Als wenn sie nur auf solche Stichwörter reagieren könnten, hatten sie sich schon ihre Kopfbedeckung auf und steuerten dasselbe lokal an indem das Frühstück genauso viel kostete wie unser Galatiner.

00:23:53: In dem kühlwasserschluckenden Chevrolet brachte mich die vernehmungsbeamten höchstpersönlich zum Airport, gaben mir alle meine hinterlegten Sachen zurück und legten beim Start ihrer Hand zackig zu groß an ihre Schildmützen.

00:24:04: Auch wenn das nichts Aussagende vierzahlige Protokoll in keinem Verhältnis zu den gehabten Bar-Ausgaben stand, so waren sie doch gemessen an einer Außenlandung im militärischen Sperrgebiet und der Widerstaatsgeniehmigung schon gerechtfertigt.

00:24:18: Nach dem Takeoff kamen der Funkkontakt mit Arika zustande und die erste Frage der Controller war – wie geht es dir?

00:24:25: Klima hat deinen Absturz über den Pazifik gemeldet … Mit mir… ist alles okay.

00:24:31: Ich war nur von der so schnell hereinbrechenden Dunkelheit überrascht worden und habe in ILO eine Zwischenlandung eingelegt.

00:24:37: Wir unterhalten uns später darüber, schon vom ersten Kontakt an hatte ich für Chile ein gutes Gefühl – die Herren von der Aeronautik, vom Zoll und der Polizei begrüßen mich auf dem Vorfeld freundlichst mit Handschlag.

00:24:49: Die Zollinspektion war mit einem Blick in die Bonanza schnell erledigt, das drei Monate Gewissum war schon im Passport gestempelt noch bevor ich den Antrag ausgefüllt hatte.

00:25:03: Die Flugpermission für zunächst einen Monat gültig kostete zehn Dollar und berechtigte Verlandung auf allen kontrollierten, unkontrollierten und auf den Militärprivat genmischten Flugplätzen.

00:25:14: Die Benutzung aller aeronautischen Einrichtungen sowie Landungen waren kostenlos.

00:25:19: Die einzige Auflage in Verbindung mit der Flugbemission war das Verbot des verteilen kommunistischen Propagandamaterials.

00:25:26: Durch den freundlichen Empfang, die einfache kostenlose Abfertigung, mein Dollarpolster in der Tasche und die bessere Wetterkonditionen war ich mit mir und der Welt zufrieden und voller Unternehmungslust.

00:25:39: Das änderte sich auch nicht als ich ein Stimmungsbild von den deutschfreundlichsten Chilänen machen wollte, was ich mir alles unbedingt ansehen müsste, fast überschlugen und dann feststellte das man mit dem belichteten Film in ILO aus der Kamera genommen hatte.

00:25:56: So war es nicht verwunderlich dass auf meinem Weiterflug selbst die Wüste meine volle Aufmerksamkeit hatte.

00:26:02: Die Zwischenlandung in Ikuaki Antafogasta kamen mit ausreichender Gelegenheit die nördlichen Regionen Chiles etwas genauer zu studieren.

00:26:10: alle die diese Region bei einem Chile Besuch nicht in ihrem Programm berücksichtigen haben etwas versäumt.

00:26:16: Wie groß in diesem Fall lang ein Land ist, erkennt man auf der Landkarte.

00:26:21: Aber die wirkliche Dimension erfasst man erst beim Überschlagen der Flugstunden.

00:26:26: So war ohne wetterbedingte Umwege eine Gesamtflugzeit von Arica bis Tobalaba, Santiago de Chile.

00:26:32: Von zehn Flugstunden nötig, wobei erst ein Drittel der gesamten Länge des Landes bewältigt war.

00:26:38: Obwohl auch in Chile kein VFR at night erlaubt ist, zwangen mich doch gewisse Umstände in Tabalaba im Dunkeln zu landen und ich legte mich gleich schlafen ohne mein Umfeld so richtig wahrgenommen zu haben.

00:26:50: Am nächsten Morgen So gegen neun Uhr wurde ich von der Sonne wach geküsst, die gerade über den schneebedeckten Bergen aufgegangen war.

00:26:58: Es war ein fantastischer Anblick!

00:27:00: Der Airport lag direkt am Fuße der Anden, die Bonanza stand auf einer grünen satten Wiese mit einer Fülle von dekorativ angelegten Blumenbeten umgeben.

00:27:09: Die gepflegten Schulmaschinen parkten wie an der Schnur ausgerichtet vor dem ja eine makise überdachten Sonnenterrasse des Dresdrons, die mit einer zu Figuren geschnittenen Hecke umgeben war.

00:27:19: Der Tennis Court und der Swimming Pool rundeten den schönsten Airport, den ich bis dahin kennengelernt hatte ab.

00:27:25: Wenn es mir nicht zu warm geworden wäre... hätte ich dieses paradiesische, so beruhigende Gesamtanblick noch länger genossen.

00:27:32: Ich war der glücklichste Mensch und bedauerte all die Sportpiloten, die so etwas nicht genießen können.

00:27:36: Der Präsident des Eroklops war begeistert wie ich mein Trip finanzierte und gab mir die Adresse eines Deutschen, der eine große Firma besäße sehr einflussreich in der gesamten Industrie von Santiago wäre und mit seiner Beachcraft Queen RB-Achtzig jedes Wochenende zu seiner Farm in den Süden flöge!

00:27:54: Wenn einer in Richtung Arbeit etwas machen könnte, wäre er es.

00:27:59: Ansonsten ist das hier in Chile mit Arbeit nicht so gut bestellt schon gar nicht südlich von Santiago.

00:28:04: Hier ist eine Telefonnummer und beziehe dich auf mich – das hilft auch ein wenig!

00:28:07: Im Übrigen bist du im Aero-Club willkommen und alle Einrichtungen die nur Clubmitgliedern vorbehalten sind stehen dir kostenlos voll zur Verfügung.

00:28:16: Ich konnte es noch gar nicht so richtig glauben.

00:28:18: So viel Glück auf einmal ist schon fast gefährlich!

00:28:20: Ich verabredete mich vorsichtshalber mit meinem zukünftigen Arbeitgeber erst drei Tage später am Airport und hatte somit ausreichend Gelegenheit, mich mit meiner neuen Umgebung etwas zu akklimatisieren.

00:28:31: Bei einer Tasse Kaffee hatte ich gerade meine Tagebucheintragungen beendet als mich zehn Minuten vor unserer Verabredung ein Mann auf Deutsch ansprach.

00:28:40: Sie sind also der Fliegerhorst.

00:28:43: Ja, das ist ja ganz interessant.

00:28:44: Was mir der Präsident des Ero Club von ihnen erzählt hat haben sie heute Zeit?

00:28:48: Ja!

00:28:49: Nun dann sind Sie mein Gast.

00:28:50: ich melde uns nur eben Telefonsch bei meiner Frau an die sie dann bei dieser Gelegenheit auch gleich kennenlernen können.

00:28:55: all das Gehört zu derselben langen Reise, die Horst ausdrücklich nicht als Rekordflug verstand.

00:29:01: Er versuchte eher große Hotspots und Metropolen zu vermeiden – sofern sie nicht als Airport auf Entry nötig waren.

00:29:09: Aber auf einem grenzübertragenden Flug ließ sich eben nicht immer jede Vorschrift sauber einhalten.

00:29:14: Genau daraus entstand dann die nächste Episode!

00:29:17: Diesmal geht es um einen Flug von Askrusion nach Santa Cruz mit an Bord, sein deutscher Freund den Horst auf seiner Reise kennengelernt hatte….

00:29:25: Dieser Freund wollte unbedingt fliegen lernen, doch mit der Koppelnavigation lief es auf diesem Flug nicht so wie er sollte.

00:29:33: und dann lassen wir Horst doch mal wieder selbst erzählen.

00:29:37: Die reguläre Flutzeit war abgeflogen aber von Santa Cruz war nichts zu hören und zu sehen.

00:29:42: Geh mal wieder auf Höhe damit ich Funkkontakt bekomme!

00:29:45: Es waren toten Stille im Äther... Lass mich immer fliegen.

00:29:47: Nach zehn Minuten wusste ich, dass wir stärkeren Rückenwind mit leichter Abdrift nach Osten hatten als berücksichtigt.

00:29:54: So, ich fliege jetzt weiter.

00:29:55: entweder waren wir in dem Moment, als wir runter gingen schon quer ab von Santa Cruz und wir sind vorbei gefräst aber vielleicht kommt es noch.

00:30:02: Halt du deine Augen mal auf!

00:30:03: Ich flieg jetzt noch dreißig Minuten zehn Grad weniger so etwas auf die Anden zu.

00:30:07: wenn dann nichts zu hören ist dann gehts zurück.

00:30:09: Sprit haben bereichlich das ist das wichtigste.

00:30:11: Die dreißig Minuten waren, um von Santa Cruz nichts zu sehen.

00:30:15: Ein kleines Städtchen ziemlich dicht an den Bergen verleitete mich doch noch weiter diesen Kurs zu fliegen wenn Uli nicht im selben Moment rechts vom Palmenumgebende Landepiste entdeckt hätte.

00:30:25: Das hast du gut gemacht!

00:30:26: Die habe ich gar nicht gesehen.

00:30:27: Die sehen wir uns mal näher an.

00:30:29: Horst da steht ein Flugzeug.

00:30:31: Wo?

00:30:31: Dahinten im Busch das ist sogar eine große Maschine.

00:30:34: Ich sehe überhaupt nix.

00:30:36: Ah jetzt seh' ich's auch Das is ne DC-III Da springen ja Leute rum.

00:30:40: Hier gehen wir runter.

00:30:41: Ob das wohl eine von diesen berüchtigten Kokainpisten ist?

00:30:44: Jetzt mal nicht ein Teufel an die Wand, bei dem Wort Kokain werde ich allergisch.

00:30:48: Sprich ja kein Wort von dieser Landung in Santa Cruz!

00:30:50: Wir könnten uns damit in Schwierigkeiten einhandeln.

00:30:52: Wir fliegen erstens ohne Permission, zweitens sind wir laut Flugplan schon sechsundzwanzig Stunden überfällig und die Zwischenlandung verklickere ich den jetzt schon.

00:31:00: So Copilot In welcher Richtung muss ich landen?

00:31:04: Gegen den Wind, richtig.

00:31:05: Und von wo kommt der Wind?

00:31:06: Weiß ich doch nicht!

00:31:07: Wenn kein Wind sagt da ist... dann sieh mal in welche Richtung sich die Bäume bewegen.

00:31:11: Die bewegen sich doch nicht.

00:31:13: Also haben wir keinen Wind und können dieser oder der umgekehrten Richtung landen Aber nur auf den unkontrollierten Plätzen So wie dieser hier genau Wie auf der Cocoa Wiese und bei den Minoiten.

00:31:23: Ansonsten nur so wie die Controller sagt In welcher Richtung würdest du jetzt landen?

00:31:28: Diese Richtung Falsch.

00:31:29: wenn Du über die Berge anfliegst bist du automatisch höher.

00:31:33: Wir haben keine Karte und wissen gar nicht, wie hoch der Platz liegt.

00:31:36: Den Höhenmesser haben wir gestern in das Cougion eingestellt – deren barometrische Druck ist hier mit Sicherheit nicht derselbe!

00:31:42: Es könnte also sein wenn dein Auge nicht gut trainiert ist dass du zu hoch.

00:31:47: Also von der flachen Seite anfliegen.

00:31:49: die Bahn kann noch so lang sein aber nie einen Meter bei der Landung oder dem Take-off verschwinden.

00:31:55: So Kublot jetzt fahrt das Fahrwerk aus.

00:31:57: Der Co arbeitete unter Kapitän überprüft.

00:32:00: Haust Du bist noch viel zu schnell?

00:32:02: Uli, du wärst der geborene Flugstudent.

00:32:04: Weißt Du auch noch wann ich es ausfahren darf?

00:32:06: Denn die Fahrtanzeige im weißen Bereich ist richtig!

00:32:09: Bin mal gespannt wo wir hier sind.

00:32:11: Wir konnten bis an die DC-III heranrollen Die gerade mit halben Rindern beladen wurde.

00:32:16: Was wollt Ihr hier?

00:32:17: Fragt uns einer von den fünf Herangeschrittenen Machores, die das Verladen beaufsichtigten.

00:32:22: Ich muss mit dem Kapitän sprechen, wir haben uns verflogen.

00:32:25: Können Sie uns sagen wer der richtige Mann unter den Leuten dort ist?

00:32:28: Warten sie hier ich hole ihn sagte er, während die vier bei uns zurückgebliebenen vom Pferd aus die Bundanzer inspezierten.

00:32:36: Kann ich euch helfen?

00:32:37: fragte der sehr gut englisch sprechende Pilot.

00:32:40: Ja!

00:32:40: Wir sind auf dem Flug von Philadelphia nach Santa Cruz ohne Karte geflogen und müssen wohl drüber weg oder vorbeigefräst sein.

00:32:47: Jetzt sind wir hier und wissen nicht wo wir sind.

00:32:49: Die Landepiste heißt San Ignacio de Machdos.

00:32:52: Bleib hier stehen.

00:32:53: Ich hol meine Karte.

00:32:54: Mensch, das sind bestimmt halt die Klappe.

00:32:56: Ich spreche ja nicht Das Wort aus.

00:32:57: den Leute sind sehr misstrauisch.

00:32:59: Der Pilot ist Amerikaner, das habe ich an seinem Akzent gemerkt.

00:33:02: Da kommt er!

00:33:03: Also du bist hier?

00:33:05: Wie du siehst, ist das keine offizielle Karte.

00:33:07: Die haben wir uns selbst gedruckt.

00:33:08: Du musst auf dem Radial two seven zero fliegen.

00:33:12: Meine VOA arbeiten nicht.

00:33:13: Dann flieg hier auf des NDB.

00:33:15: Ich hab kein ADF.

00:33:16: Tu gefällst mir!

00:33:17: Fliegst du nur nach Compass?

00:33:18: Ja Bist du Buschpilot?

00:33:20: Sportpilot Du gefällst mir wirklich.

00:33:23: Also dann flieg von hier aus über Trinidad, schreib dir die Frequenzen auf, sprich mit denen aber sage nichts davon das du hier gelandet bist.

00:33:29: und dann fliegst du diesen Kurs nach Santa Cruz.

00:33:31: ich empfehle dir den alten Internationalen von Santa Cruz anzufliegen.

00:33:35: der liegt in der Stadt um Berbeck die General Aviation.

00:33:38: Du musst aber auf dieser Frequency Kontakt mit dem neuen internationalen Airport aufnehmen.

00:33:43: versuch mal dass du eine Flugkarte übers Militär bekommst ist nicht einfach aber es geht so.

00:33:48: jetzt weißt du Bescheid goodluck Mit einer Registration, die Endnummer ist nicht sehr beliebt.

00:33:53: Warum nicht?

00:33:54: Ich muss zurück zu meinen Leuten okay?

00:33:55: Vielen Dank!

00:33:56: Oli kommen wir hauen ab bevor es dunkel wird.

00:33:58: so jetzt starten wir hier in umgekehrte Richtungen.

00:34:00: Prost, guck mal da vorne!

00:34:01: Der macht so komische Handzeichen.

00:34:03: Hab ich schon gesehen?

00:34:04: der will uns in die Schneise einweisen.

00:34:06: Wenk ihm freundlich grüßen zurück.

00:34:07: wir sind hier in der Höhle eines Umschlagplatzes für Kokain.

00:34:10: nichts wie weg Mensch Horst.

00:34:12: das ist voll aufregend.

00:34:13: Ich komme mir vor wie ein Expeditionsbelot vor fünfzig Jahren am Amazomas.

00:34:17: Ich habe mal einen Fliegerfilm gesehen.

00:34:19: hoffentlich sind die Fotos was geworden.

00:34:21: Hast du fotografiert?

00:34:22: Ja davon hab' ich ja gar nix gemerkt.

00:34:24: Die Macheros auch nicht.

00:34:25: Du hast ja Nerven.

00:34:26: Das hätte ich dir wirklich nie zugetraut.

00:34:28: Wie ich bereits am Anfang schon erwähnt hatte, ist das Buch von Fliegerhorst im Handel leider nicht mehr erhältlich.

00:34:33: Horst hatte jedoch vorgesorgt und den Text des Buches als PDF-Datei auf CD brennen lassen.

00:34:39: Wer eine solche CD haben wollte, konnte sie per Post gegen eine Spende erhalten – die Spende sollte dann seiner langjährigen Lebenspartnerinnen in schweren Zeiten helfen!

00:34:47: Ich hau euch alle wichtigen Infos bezüglich des Buchs und wie man vielleicht ankommen kann unten mal in die Shownotes rein.

00:34:57: schwerer Krankheit und genau damit bleibt diese Geschichte einfach stehen als Bericht über einen Mann, der mit zwei Dollern einer Bonanza unerschütterlichem Selbstvertrauen und einer kompromisslosen Bereitschaft zum Anpacken etwas getan hat worüber andere nur reden würden.

00:35:13: Und damit wünsche ich euch da draußen Blue Skies Mini Happy Landings ohne schöne Saison!

00:35:17: Du bist Pilot?

00:35:19: Du willst nicht alleine fliegen, du willst nicht alles mit dir selbst ausmachen dann melde dich doch bei PPL Plus an dem Forum hier von der Privatpilotenlaunch.

00:35:28: Dort triffst du Piloten, Flugschüler und Menschen die die Fliegerei ernst nehmen.

00:35:33: es geht um Austausch Fragen Erfahrungen und ehrliche Tipps aus der Praxis ob Ausbildung Technik Reisen Flugplanung oder einfach nur der nächste sinnvolle Schritt.

00:35:44: du musst nicht alles allein herausfinden.

00:35:46: PPL Plus ist komplett in allen Bereichen kostenlos, also melde dich jetzt an auf www.pplplus.de.

Über diesen Podcast

In diesem Podcast dreht sich alles um die allgemeine Luftfahrt, Privatpiloten und Flugschüler. Wir sprechen über den Weg vom Fußgänger ins Cockpit, die Pilotenausbildung in Flugschule oder Verein, die Kosten für den PPL(A), den Kauf eines eigenen Flugzeugs und den Einstieg ins Instrumentenflug-Training (IR). Dazu gibt es jede Menge Praxiswissen: Fliegen ohne Flugleiter (FoF), Flugplan aufgeben, Weight & Balance, Gebührenfallen und Tipps rund um Flugplätze in Deutschland und Europa – inklusive Geheimtipps, wo es den besten Burger für Piloten gibt.

Regelmäßig laden wir spannende Gäste ein – von erfahrenen Fluglehrern über Rechtsanwälte bis zu Behördenvertretern – und diskutieren Themen wie die ZÜP, Versicherungen oder moderne Flug-Apps. Unser Ziel: Ehrliche Einblicke, handfeste Tipps und inspirierende Geschichten aus der Pilotenszene.

Wenn du dich für Privatfliegerei, Flugausbildung, Luftrecht, Flugzeuge und Pilotenstories interessierst, dann bist du hier genau richtig. Abonniere den Podcast und hebe mit uns ab!

von und mit Fritz v. Westernhagen, Johann Anders

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