Digitales Flugbuch für Piloten: Braucht man das wirklich? Capzlog.aero #169
Das klassische Papierflugbuch gehört für viele Piloten seit Jahrzehnten genauso zum Fliegen wie Headset und Checkliste. Doch ist ein handgeschriebenes Flugbuch heute noch zeitgemäß – oder bietet ein digitales Flugbuch inzwischen entscheidende Vorteile?
In dieser Folge der Privatpilotenlounge sprechen wir mit den Machern von capzlog.aero über die Entwicklung eines modernen elektronischen Flugbuchs für Piloten und darüber, warum Digitalisierung beim Logbook weit mehr bedeutet, als Papier einfach durch einen Bildschirm zu ersetzen.
Wir schauen uns an, welche Arbeit capzlog.aero einem Piloten im Alltag tatsächlich abnehmen kann: Wie werden Flugzeiten erfasst und automatisch berechnet? Wie behält das System Ratings, Revalidierungen, Mindestflugzeiten und fliegerische Voraussetzungen im Blick? Und wie weit ist der Weg noch bis zum sogenannten „Zero-Touch-Logbuch“, bei dem ein Flug nach der Landung praktisch automatisch im Flugbuch landet?
Auch der Umstieg vom Papierflugbuch spielt eine wichtige Rolle. Was passiert mit 20 oder 30 Jahren Flugerfahrung und mehreren tausend Flugstunden? Müssen sämtliche Flüge einzeln übertragen werden oder gibt es praktikablere Lösungen?
Wir sprechen außerdem darüber, wie elektronische Flugbücher heute von Prüfern, Examinern und Behörden akzeptiert werden und wie ein Pilot sein digitales Flugbuch beispielsweise bei einem Checkflug oder einer Lizenzverlängerung vorlegt.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Datensicherheit: Wo liegen die persönlichen Flugdaten? Was passiert bei Geräteverlust, Serverausfall oder technischen Problemen? Können Piloten ihre komplette Flugbuchhistorie unabhängig exportieren und sichern – und warum sollte man einem Anbieter überhaupt Jahrzehnte der eigenen fliegerischen Geschichte anvertrauen?
Außerdem geht es um die Anbindung von Flugschulen, Luftsportvereinen und Buchungssystemen und um die Frage, ob aus dem digitalen Flugbuch künftig ein persönlicher fliegerischer Assistent werden kann, der den Piloten automatisch auf auslaufende Ratings, fehlende Flugerfahrung oder notwendige Voraussetzungen hinweist.
Und schließlich stellen wir die Frage, die wahrscheinlich viele Privatpiloten beschäftigt:
Wenn das Papierflugbuch seit 30 Jahren problemlos funktioniert – warum sollte man überhaupt wechseln?
Eine Folge über digitale Flugbuchführung, Pilot Logbooks, Flugzeiten, Ratings, Revalidierungen, Behördenanforderungen und darüber, wie viel Digitalisierung im Cockpit wirklich sinnvoll ist.