Flieger Horst – Mit 2 Dollar und einer Bonanza um die Welt #163
Was braucht man für eine 28-jährige Weltreise durch 48 Länder im eigenen Flugzeug? Horst Althaus, bekannt als Flieger Horst, hatte eine Beechcraft Bonanza, zwei Dollar in der Tasche – und unerschütterliches Vertrauen in sich selbst.
In dieser Folge tauchen wir tief in die Abenteuer eines der ungewöhnlichsten Piloten der Allgemeinen Luftfahrt ein. Ob Notwasserung im Dschungel, Landung auf einer geheimen Kokainpiste in Bolivien, Verhör durch die Grenada-Polizei nach einer versehentlichen Landung auf dem falschen Airport oder Nachtlandung ohne funktionierende Navigation auf einer Schotterpiste in Peru – Flieger Horst navigierte sich durch jede Situation: mit Stoppuhr, Handskizzen und dem nötigen Quäntchen Glück.
Diese Folge ist kein Bericht über einen Rekordflug. Es ist die Geschichte eines Mannes, der Fliegen als Lebensform verstand. Der sich seinen Sprit von Ort zu Ort erjobbt hat. Der VFR über den Amazonas flog, wenn die Untergrenzen es gerade so erlaubten. Und der trotzdem – oder genau deshalb – immer wieder irgendwo ankam.
Grundlage dieser Folge ist Horsts Buch „Machen und nicht labern", das heute kaum noch zu finden ist. Wir lassen ihn darin ausgiebig selbst zu Wort kommen – mit Passagen, die zeigen, wie Fliegen sich anfühlte, bevor GPS, Glascockpit und EASA-Regularien den Horizont verengten.
Flieger Horst verstarb am 20. April 2021. Diese Folge ist sein Nachruf – und eine Einladung, sich zu fragen, was vom Geist dieser Ära noch übrig ist.